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Drei neue Sprachen, eigene E-Rechnungen, Orte als Räume und App 3.1

Chorilo spricht jetzt Polnisch, Türkisch und Russisch, stellt alle Rechnungen selbst als E-Rechnung aus, und Orte werden zu Räumen mit Belegungswarnung. Dazu: „Vielleicht“ abschaltbar, nur Eltern antworten für ihre Kinder, Ordner in Alben, schärfere Noten und die App 3.1.

10 Min. Lesezeit Chorilo Team
Drei neue Sprachen, eigene E-Rechnungen, Orte als Räume und App 3.1

Seit unserem letzten Überblick Anfang Oktober sind gut zwei Wochen vergangen, und es waren die vollsten Wochen des Jahres. Chorilo spricht jetzt Polnisch, Türkisch und Russisch, stellt alle Rechnungen selbst als E-Rechnung aus, und aus Orten werden Räume, bei denen Chorilo vor Doppelbelegungen warnt. Dazu kommen viele Wünsche aus den Chören: „Vielleicht“ lässt sich abschalten, Eltern antworten auf Wunsch allein für ihre Kinder, Alben bekommen Ordner, und die App ist bei Version 3.1 angekommen. Termine „Unter Vorbehalt“ und abgesagte Proben haben einen eigenen Beitrag bekommen. Hier kommt alles andere.

Drei neue Sprachen: Polnisch, Türkisch und Russisch

Chorilo gibt es jetzt auch auf Polnisch, Türkisch und Russisch: die Web-Version, die App, E-Mails und Push-Nachrichten, die Hilfe, die Schulungsvideos und den Blog. Damit stehen elf Sprachen zur Wahl, und jedes Mitglied stellt seine eigene ein. Ein polnischsprachiger Tenor und eine russischsprachige Altistin lesen dieselbe Mitteilung also jeweils in ihrer Sprache.

Damit die gewählte Sprache auch bleibt, haben wir an vielen Stellen nachgebessert. Die Registrierung beginnt jetzt mit einer Sprachauswahl direkt unter der Überschrift, und die Wahl wird im Konto gespeichert. Ändern können Sie sie jederzeit über das Profilmenü. Einladungen an Menschen, die schon ein Konto haben, kommen in deren Sprache an, und Links in E-Mails öffnen Chorilo in der Sprache der E-Mail. Berichte als PDF, etwa Mitgliederlisten, Geburtstage, Anwesenheit, Noten und Kontakte, erscheinen in der Sprache Ihrer Oberfläche. Wer einen Chor neu anlegt, bekommt die Stimmen gleich in der eigenen Sprache, Ticketshop und Chor-Webseite bleiben in der gewählten Sprache, und englische Datumsangaben folgen der Region: In Großbritannien oder Neuseeland steht der Tag vorn, nicht wie in den USA der Monat.

Eigene E-Rechnungen für alle Zahlungen

Chorilo stellt seine Rechnungen jetzt selbst aus, und zwar als E-Rechnung: ein PDF, in dem die Rechnungsdaten zusätzlich maschinenlesbar stecken. Das gilt für alles, was Sie bei uns bezahlen: das Abo, Rechnungen per Überweisung, Noten aus dem Notenshop, Partnertitel, Aufführungsgebühren und Tickets. Bei Erstattungen und bei stornierten oder abgelaufenen Überweisungsrechnungen entsteht automatisch eine Stornorechnung.

Alle Administratoren sehen die Rechnungen des Chors auf der Abo-Seite, als PDF und als XML-Datei für die Buchhaltung. Wer selbst etwas kauft, zum Beispiel ein Ticket oder Noten, findet die Rechnung im Profil unter „Meine Rechnungen“. Für Käufe über 250 Euro braucht es die vollständige Anschrift des Chors. Und Rechnungen, die Chöre selbst mit Chorilo schreiben, sind jetzt auch ohne Umsatzsteuer-ID gültige E-Rechnungen, weil dann die Steuernummer eingetragen wird.

Orte werden zu Räumen

Probenraum, Gemeindesaal, Kirche: Orte haben jetzt eine Adresse und eine Kapazität und gelten für den Hauptchor, seine Unterchöre und Projekte gemeinsam. Beim Anlegen eines Termins wählen Sie den Ort aus der Liste. Ist er zu dieser Zeit schon belegt, etwa weil der Kinderchor dort probt, warnt Chorilo und fragt vor dem Speichern nach. Jeder Ort hat eine eigene Seite mit den kommenden Terminen, die Ortsliste zeigt die nächste Belegung, und die Belegung lässt sich als PDF, CSV oder Excel exportieren, zum Beispiel für die Hausverwaltung oder das Pfarrbüro. In der Termin-Ansicht führt ein Klick auf den Ort direkt zu dieser Seite.

Termine und Rückmeldungen

Nicht jeder Chor möchte ein „Vielleicht“. Sie können die Antwort jetzt für den ganzen Chor oder für einzelne Termine abschalten. Wer schon mit „Vielleicht“ geantwortet hat, behält seine Antwort. Die Einstellung wird bei Terminserien und beim Kopieren eines Termins mitgenommen.

Für Kinder- und Jugendchöre gibt es neben der Eltern-Verknüpfung den Schalter „Nur Eltern geben Rückmeldung“. Ist er an, sagen verknüpfte Kinder nicht mehr selbst zu oder ab und stimmen auch nicht mehr in Umfragen ab. Das übernehmen die Eltern, und die Chorleitung kann die Anwesenheit weiterhin eintragen. Erinnerungen bekommen die Kinder trotzdem, nur ohne Antwortknöpfe.

In der Teilnehmerliste lassen sich die Mitglieder innerhalb jeder Stimme nach Vor- oder Nachnamen sortieren, auf- oder absteigend. Über das Menü einer Zeile setzen Sie eine Antwort wieder auf „Ausstehend“ zurück. Eigene Kommentare an Terminen und Mitteilungen können Sie jetzt bearbeiten, statt sie zu löschen und neu zu schreiben. Sie tragen dann den Hinweis „bearbeitet“, und benachrichtigt wird nur, wer neu erwähnt wurde.

Noten: schärfer und schneller

Noten sehen in der App schärfer aus, und das Umblättern geht schneller. Nach dem Umblättern bleibt die Vorschau stehen, bis die Seite gestochen scharf ist, und im Querformat bleibt auf Android auch der untere Teil der Seite scharf. Gescannte Noten, die nur langsam aufbauen, optimiert Chorilo nach dem Hochladen jetzt automatisch: Schwarzweiß-Scans werden als klares Schwarzweiß neu erzeugt, farbige Scans behalten ihre Farbe.

Bei Lizenz- und Partnernoten pflegt Ihr Chor jetzt Dauer, Referenz, Video, Sichtbarkeit, Schlagworte und eigene Felder selbst, wie bei eigenen Noten. Diese Angaben sieht nur Ihr Chor, nicht die anderen Chöre, die dasselbe Stück gekauft haben. In Terminlisten zählen Lizenz- und Partnernoten bei der Zahl der Stücke mit, und der Noten-Download eines Termins klappt auch mit geschützten PDFs und mit Stücken ohne PDF. Im Stimmtrainer erklingen Klatschen und andere Geräuschnoten mit Kreuz-Notenkopf jetzt als Schlagzeug statt als Ton. Und Verlage können für ihre Titel eine MusicXML-Datei hochladen, aus der eine Stimmtrainer-Übung für alle Lizenznehmer entsteht.

Mitglieder, Rechte und Chats

Unter Chor-Einstellungen › Mitgliederfelder ordnen Sie Abschnitte und Felder jetzt selbst an, wählen halbe oder volle Breite und blenden Felder aus, die Ihr Chor nicht braucht. Ausgeblendete Felder verschwinden auch aus der Einladung, der Mitgliederliste und dem Export. Eine Vorschau zeigt das Formular so, wie es später aussieht. Ebenso lassen sich vorgegebene und eigene Funktionen aus allen Auswahllisten ausblenden.

E-Mail-Adressen und Postanschriften können Sie in der Mitgliederliste getrennt freigeben, ohne gleich alle sensiblen Daten zu zeigen. So wird die Liste zum Mitgliederverzeichnis, in dem man sich gegenseitig erreicht. Standardmäßig sehen Administratoren und Bearbeiter beides, Mitglieder nicht. Neue aktive Mitglieder bekommen automatisch die Funktion „Mitglied“, egal auf welchem Weg sie in den Chor kommen. Und jeder Chor behält mindestens einen Administrator: Der letzte kann den Chor nicht mehr verlassen, entfernt oder auf passiv gesetzt werden.

Gruppenchats lassen sich jetzt auch nach Berechtigungsgruppe zusammenstellen, neben Stimmen und Funktionen. Neue Mitglieder der Gruppe kommen automatisch in den Chat. Wird ein Chor oder ein Konto gelöscht, löscht Chorilo jetzt auch alle gespeicherten Dateien vollständig mit.

Umfragen, Alben und Videos

Ergebnisse von Umfragen lassen sich als CSV, Excel oder PDF exportieren und zeigen die Stimmen nach Stimmgruppe, also wie viele Soprane, Alte, Tenöre und Bässe für welche Antwort gestimmt haben. Alben bekommen Ordner, die sich beliebig tief verschachteln lassen, etwa ein Ordner pro Konzert mit Unterordnern für Probenwochenende und Auftritt. Videos in Alben starten sofort und lassen sich vorspulen, statt erst komplett geladen zu werden. Fotos vom iPhone im HEIC-Format werden beim Hochladen in JPEG umgewandelt.

Vorstand, Vereinspostfach und Kassenbuch

Ihre offenen Vorstandsaufgaben stehen jetzt unter „Meine Aufgaben“ auf der Startseite, im Web und in der App, und lassen sich in der App abhaken. Im Protokoll sehen Sie, wer gerade einen Eintrag bearbeitet. Titel und Datum einer Sitzung lassen sich ändern, bis das Protokoll abgeschlossen ist. Die Spracherkennung bei Sitzungsaufnahmen versteht jetzt auch Englisch, und das Protokoll erscheint als PDF in der Sprache der Sitzung.

Im Vereinspostfach landet eine gelöschte Mail jetzt auch beim Mailanbieter im Papierkorb, und eine erledigte Mail wandert dort ins Archiv. Rückgängig machen holt sie zurück. Betreffzeilen, Absendernamen und Anhänge mit Sonderzeichen werden richtig angezeigt.

Im Kassenbuch wählen Sie Kategorie und SKR-Konto direkt beim Bestätigen eines Bank-Umsatzes. Haben Sie beim selben Zahlungspartner schon einmal gebucht, sind beide vorausgefüllt. Beide Angaben lassen sich auch nachträglich unter „Weitere Angaben“ ändern. Das Audit-Log zeigt jetzt auch abgestimmte und beim Bank-Abgleich bestätigte Buchungen. Die Belegerkennung liest PDF-Belege wieder zuverlässig, und hat ein Verein noch keinen Kontenrahmen, schlägt die Kassenbuch-Übersicht einen vor.

Der Einrichtungsassistent für neue Chöre ist kürzer geworden. Statt nach Bankdaten und Kontenrahmen fragt er jetzt nach dem, was im Probenalltag zählt: Absagegrund, „Vielleicht“, Erinnerungen, Eltern-Verknüpfung, Geburtstage, Projekte, Rückmeldefrist und Stimmen.

Für Chöre in einem Chorverband

Das gilt für Verbände, die mit Chorilo zusammenarbeiten. Ist Ihr Chor Mitglied eines solchen teilnehmenden Verbands, nutzen Sie Chorilo dauerhaft kostenlos, auch nach der Testphase: alle Funktionen außer Kassenbuch und Vorstandsbereich, mit 50 MB Speicher. Ist der Speicher voll, zeigt Chorilo das an. Für Kassenbuch, Vorstandsbereich und mehr Speicher braucht der Chor ein Abo.

Die App: Version 3.1

Die App ist inzwischen bei Version 3.1.3. Die Wiedergabegeschwindigkeit stellen Sie jetzt fein ein, von halber bis doppelter Geschwindigkeit in kleinen Schritten, per Schieberegler oder Plus und Minus. Ein Tipp auf den Wert setzt sie zurück. Der kleine Player hat eine Zeitleiste zum Spulen, ohne den großen Player zu öffnen. In der Noten-Ansicht bleibt der Bildschirm zuverlässig an. Den Text einer Chatnachricht kopieren Sie über das Menü, das beim langen Drücken erscheint. Filter, Dialoge und Auswahllisten drehen die App im Querformat nicht mehr ins Hochformat, die Knöpfe in Listen und im kleinen Player sind mit VoiceOver erreichbar, und im Kalender rutscht der Sonntag nicht mehr in die nächste Zeile.

Neu auf der Website: Stimmlagen-Test und Schulungsvideos

Welche Stimmlage habe ich? Der neue, kostenlose Stimmlagen-Test beantwortet die Frage in etwa fünf Minuten: Sie singen ein paar Töne ins Mikrofon, und der Test misst Ihren Stimmumfang und zeigt, in welcher Chorstimme Sie sich am wohlsten fühlen. Er läuft komplett im Browser und braucht keine Anmeldung. Gut für Interessierte, die vor der ersten Probe wissen möchten, wo sie hingehören. Auf der Seite Noten lernen gibt es außerdem eine Notenübersicht als PDF zum Ausdrucken, mit allen Notennamen in Violin- und Bassschlüssel, Notenwerten, Pausen und Vorzeichen auf einer Seite.

In der Hilfe finden Sie zwei Schulungsvideos: eines für Mitglieder und eines für die Chorleitung, in Kapitel unterteilt, damit Sie direkt zum gesuchten Thema springen. Beide gibt es in allen Sprachen, ebenso das neue Werbevideo auf der Startseite. Und der Code zum Einbinden der Terminliste auf Ihrer eigenen Website enthält jetzt einen einfachen Link.

Weitere Verbesserungen

Der KI-Assistent behält das Gespräch, wenn Sie das Hilfe-Fenster schließen, und nennt Menüs und Knöpfe in der Sprache seiner Antwort. Die KI-Notenanalyse zeigt ihre Werte in Ihrer Sprache. Das Komponisten-Feld schlägt keine gleichnamigen Personen von Wikipedia mehr vor, die mit Musik nichts zu tun haben. Mitglieder ohne Namen erscheinen als „Ohne Namen“. Termine und Mitteilungen lassen sich wieder speichern, wenn zwei Funktionen des Chors gleich heißen. Die Liste der passiven Mitglieder blättert wieder richtig, und in großen Chören mit eingeschränkten Terminen fehlen keine Termine mehr. Die Fehlermeldung bei vollem Speicher ist übersetzt, und das automatische Ausfüllen von Notendaten klappt auch bei großen gescannten Seiten.

Viele dieser Neuerungen gehen auf Wünsche aus den Chören zurück. Wenn Ihnen etwas fehlt oder etwas besser laufen könnte, schreiben Sie uns: über den KI-Chatbot, die Funktion für Funktionswünsche oder per E-Mail.

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